Archiv für Dezember 2009

30
Dez
09

Gruselgeschichte – Ein Erbstück

Gruselgeschichte – Grusel – Spannung – Gänsehaut

Ein Erbstück

© Claudia Sperlich

Die Ladung zur Testamentseröffnung kam nicht nur für mich äußerst überraschend. Weder die Existenz noch der Tod dieses Cousins ich weiß nicht wievielten Grades waren mir zu Ohren gekommen. Niemand hatte eine Ahnung, warum er gerade mich bedacht hatte. Man traf sich in der großzügigen Altbauwohnung des Verstorbenen. Ich erfuhr, dass er hier vor vier Wochen von seiner Zugehfrau gefunden worden war – noch warm und rosig in seinem besten Maßanzug auf dem Sofa liegend und in einen leichten Duft von Bittermandel gehüllt.

Jahrzehntelang hatte der eigenbrötlerische Junggeselle weder seine Eltern noch seine zahlreichen Brüder und Schwestern sehen wollen. Telefonisch oder elektronisch war er nicht erreichbar gewesen. Die Wohnung wirkte wie ein großbürgerliches Relikt aus dem späten 19. Jahrhundert. Der Gasherd war ein Sammlerstück des fin-de-siècle, ebenso die porzellanenen Armaturen im Bad, wo sich neben einem Döschen Alaun ein Rasiermesser fand. Der Schreibtisch enthielt eine Sammlung von Stahlfedern, verschiedene Tintenfässer und mehrere Stapel Büttenpapier. Ich begriff die Logik des letzteren: Es hatte in der Zeit, in die mein Cousin sich versetzt hatte, kein säurefreies Holzpapier gegeben, und um vergilbende und bröckelnde Dokumente zu vermeiden, hatte er tief in die Tasche gegriffen. Nicht einmal der übliche Plastikmüll war zu sehen; er musste Derartiges sofort im Mülleimer auf dem Hof entsorgt haben. Die unvermeidlichen Moderna – Versicherungsverträge, Steuerpapiere und dergleichen – hatte er in die unterste Schublade einer Kommode gepfercht.

Die zahlreichen Bücherborde enthielten allem Anschein nach nichts, was nach 1910 entstanden war; sie wirkten wie ein teures Antiquariat.

Der Notar, ein graues, schmallippiges Männlein mit spitzem Kinn, kam ohne Vorrede zur Sache. Die Eltern erbten ein beträchtliches Vermögen (umflortes Nicken), der älteste Bruder die Wohnung und alles, was darin war (melancholisches Lächeln), die übrigen Geschwister je tausend Euro (enttäuschte und zornige Mienen). Dies alles war in knappen, sachlichen Worten ausgedrückt.

Die peinliche Pause wurde vom Notar unterbrochen: „Meiner Cousine Mina Weishaupt überlasse ich den Füllfederhalter von 1896. Ich habe Minas Bücher mit großer Freude gelesen und hoffe, dass sie mit diesem Werkzeug noch viele unterhaltende Geschichten schreibt“ (allgemeines spöttisches Lächeln).

Der Notar räusperte sich und schloss: „Unterschrift: Ildefons Messner, Hamburg-Altstadt, den 5. Januar 2008.“ – Das Testament war eine Woche vor dem Tod verfasst worden.

Wie diese spannende Geschichte weitergeht, erfährst Du in dem Buch

Der Füllfederhalter des Grauens
Gruselgeschichten

Der Füllfederhalter des Grauens - Gruselgeschichten

Der Füllfederhalter des Grauens - Gruselgeschichten


Kurzbeschreibung
Der Füllfederhalter eines Toten übermittelt eine unheilvolle Botschaft, für perfide Außerirdische erweist sich gewöhnliche Tinte als pures Gift, der Tod persönlich tauscht seine Sense gegen einen Füller, ein Weltkriegsveteran irgendwo in Russland hat schreckliche Schreibwerkzeuge zu verschenken … Spannende Unterhaltung und subtiler Horror mit Gänsehautgarantie.

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*** Gruselgeschichten ***

29
Dez
09

Gruselgeschichte – Le stylo de la mort

Gruselgeschichte – Grusel – Spannung – Gänsehaut

Le stylo de la mort

© Thomas Sedlmeyr

Es ist der 1. September 1870. Um Sedan kommt es zu schweren Kämpfen zwischen der französischen Armee unter Führung des Kaisers Napoleon III. und den deutschen Heeresverbänden unter dem Oberbefehl Graf Moltkes.

Leutnant Lefort inspizierte die linke Flanke. Die Lage war schlimmer, als er gedacht hatte: Eine Mörserbatterie des Feindes hackte Loch um Loch in die Reihen der Infanterie. Lefort vermochte zu spüren, wie das Entsetzen dort mit jeder neuen Lücke wuchs. Wenn der Feind diese mörderische Feuerrate aufrecht erhielt, würde die Moral binnen kürzester Zeit brechen. Nur ein Kavallerieangriff konnte das feindliche Feuer eindämmen und die Männer im letzten Augenblick dem Klammergriff des Todes entreißen. Er musste dem General unverzüglich Bericht erstatten! Entschlossen riss er den Zügel herum. Sein treues Ross wieherte auf, Schaum troff aus seinem Maul. Zur Rechten explodierte eine Granate. Erdreich wurde in die Luft geschleudert und prasselte auf Ross und Reiter herab. Lefort fluchte laut. Einige Soldaten rannten mit aufgepflanztem Bajonett an ihm vorbei, es waren die Seinigen, trotz des dichten, beißenden Pulverdampfs erkannte er die Uniformen. Eine Salve ertönte, Schmerzensschreie, dann erneut das Donnern der Batterie. Er konnte nun fast nichts mehr sehen. Verzweifelt versuchte er die Schwaden zu durchdringen, schrie die Parole in den stinkenden Nebel. Verdammt, er musste den Kommandostand erreichen! Die linke Flanke, wie lange würde sie sich halten können? Wie lange hielt der Mut eines Mannes, dessen Kameraden neben ihm einer nach dem anderen in Stücke gerissen wurden?

Er musste sich ungefähr in der Mitte der Schlachtreihe befinden. Die Mündungen der Eisenrohre spuckten ihre tödliche Ladung im Sekundentakt und das Knattern der Gewehrsalven wurde nur unterbrochen von den mächtigeren, dumpfen Explosionen der Kanonen. Endlich glaubte er den Hügel zu erkennen, als ihn ein Schlag fast aus dem Sattel hob. Die Kugel durchschlug seinen Hüftknochen, zerfetzte die Eingeweide. Schmerz setzte seinen Unterleib in Brand. In feurigen Wellen stieg er empor und presste ihm den Schweiß aus allen Poren. Lefort keuchte, seine Augen traten weit hervor. Dann sackte der schwere Körper des Leutnants im Sattel zusammen. Das Pferd schien ebenfalls getroffen. Es machte einen weiten Satz nach vorne und galoppierte blind drauflos. Mit letzter Kraft suchte der junge Soldat sich zu halten. Sein Stiefel tastete vergebens nach der Sattelschlaufe, seine Hand fuhr über den Kopf des Tieres, über nasse Haut und gespannte Sehnen, krallte sich in die Mähne. Er roch das Fell des Pferdes, spürte seine Wärme und seinen Pulsschlag.

Nach einer Weile wurde das Pferd langsamer und blieb schließlich ganz stehen. Müde hob Lefort den Kopf. Sie befanden sich an einer abgelegenen Stelle des Schlachtfeldes. Der Pulverdampf war hier weniger dicht, hing in kleinen Wolken über zerstapftem Gras und brennenden Büschen. Gierig sog der Leutnant die frische Luft in seine Lungen und versuchte sich aufzurichten. Ein stechender Schmerz warf ihn zurück. In hilfloser Wut über seinen zerschundenen Körper wollte er aufschreien, doch etwas hielt ihn zurück. Er war nicht alleine …

Nur wenige Meter vor ihm, umgeben von wogenden Schwaden, saß eine Gestalt an einem kleinen hölzernen Pult. Sie trug eine schwarze Mönchskutte, das Gesicht war unter einer schweren Kapuze verborgen. Gebeugt über einen Stapel Pergament kritzelte das Männlein vor sich hin.

Wie diese spannende Geschichte weitergeht, erfährst Du in dem Buch

Der Füllfederhalter des Grauens
Gruselgeschichten

Der Füllfederhalter des Grauens - Gruselgeschichten

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Kurzbeschreibung
Der Füllfederhalter eines Toten übermittelt eine unheilvolle Botschaft, für perfide Außerirdische erweist sich gewöhnliche Tinte als pures Gift, der Tod persönlich tauscht seine Sense gegen einen Füller, ein Weltkriegsveteran irgendwo in Russland hat schreckliche Schreibwerkzeuge zu verschenken … Spannende Unterhaltung und subtiler Horror mit Gänsehautgarantie.

Hervorragend geeignet zum Vorlesen auf einer Halloween-Party.

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*** Gruselgeschichten ***

28
Dez
09

Gruselgeschichte – Atemlos

Gruselgeschichte – Grusel – Spannung – Gänsehaut

Atemlos

© Karin Reddemann

Am 22. September 2002 gegen 03.45 Uhr wurde ich von den Ruhelosen geweckt. Es war, als würde jemand lautlos in mein Gesicht husten, das warm und feucht von Speicheltropfen war, die auf meiner Stirn und meinen Wangen perlten und die der Glaube meiner furchtsamen Ahnen hätte verbieten müssen. Ein Glaube, der nicht wirklich meiner war, weil das blütenweiße Hemd und das silberne Kreuz an der filigranen Kette mich längst schon Heuchlerin nannten. Die Tropfen stiegen mir in die Nase, wie damals, als Großmutter Sauerland in die bestickten Taschentücher spuckte, um mir den Mund abzuwischen, und wie damals hielt ich die Luft an, um den Geruch nicht schmecken zu müssen. Er widerte mich an wie nasse Blumenerde, die seit Wochen im Topf schwappt, um winzige weiße Würmer zu zaubern, die mich würgen lassen. Ich höre sie krabbeln, pumpe Sauerstoff, den ich wie Galle schlucke, möchte sie töten, kann nichts dafür. Ich war allein in dieser Nacht und vermisste keinen flüchtigen Besucher, der sich in mir amüsiert, um mir gönnerhaft seinen Schweiß zu schenken. Der Hund träumte im Flur auf den kühlen Fliesen, über die er im Schlaf seine Pfoten schlittern ließ, schnappte nach taubengroßen Fliegen und fraß sie. Ich gönnte ihm, der Held zu sein, der er nicht war.

Von den Ruhelosen hatte ich gehört, wollte das alles gar nicht wissen. Aber das Datum mit der genauen Uhrzeit habe ich mir notiert, weil ich nicht vergessen wollte, wie es war, als sie kamen. Tatsächlich hatte es sich in meinem Gehirn eingebrannt wie die Telefonnummer eines alten Freundes, die man noch auf dem Totenbett mit verfaulter Zunge stammelt. 2209020345. Kein wirkliches Gottvergibmir. Nur eine Zahlenfolge. Der Priester, den sie gerufen haben, damit ich mich nicht verlaufe, lässt mich brabbeln, fährt mit tröstenden Fingern mechanisch über meine Halbglatze, über einen Kopf wie in kochendem Wasser gebadet. Eine nutzlose, verschrumpelte Kugel, hinter deren mit dickem Gold durchstochenen Ohren vor hundert Jahren lange dunkle Haarsträhnen steckten und auf die Schultern fielen, weil ich eitel und gierig war. Schön wohl auch. Sagten sie. Ich sehe mich alt und eingefallen, sehe, wie der Tod nach mir leckt, lausche, wie mein lausig kleines Herz nach dem Rhythmus der Sonne schreit, die ihn nicht mehr teilen will. Mein Mund ist geöffnet, breit, zu weit, um noch klug wirken zu können, und hinter den Lappen, die wie gekräuselter Rocksaum aussehen, sucht eine gelbe Zunge nach Zähnen, eine totgelbe Zunge, die ich rosarot in Erinnerung habe. Mein muffiger Atem quält sich bis in den Magen des Priesters durch, er lächelt tapfer, der Ekel ist ihm vertraut, diesem schwanzlosen blutleeren Mann, der sich jetzt über mich beugt wie so viele andere zuvor, irgendwann vor Urzeiten, als meine schwarzen Augen noch stachen und meine Lippen Süßigkeiten versprachen. Das Gönnerhafte ist mir fremd, ich hasse ihn und lasse ihn boshaft an verdorbenen Innereien schnuppern, die ich ihm, dem flüsternden Gelackten, in die alles verzeihende blasierte Visage puste. Die letzten Züge, das weiß er vermutlich, riechen immer gleich, immer übel, so gottverflucht übel, obwohl doch die Hölle immer noch vergeblich nach Dir krächzen soll, und er wird mit Johannes sprechen, während er nach Luft schnappt: “Ich lebe. Und Ihr sollt auch leben.”

Wie diese spannende Geschichte weitergeht, erfährst Du in dem Buch

Karin Reddeman
Gottes kalte Gabe

Gottes kalte Gabe

Karin Reddemann: Gottes kalte Gabe

Pressestimmen:

Ein totes Mädchen geistert über nächtliche Gräber, Vaters stille Brüder kommen einer nach dem anderen auf seltsame Weise ums Leben und ein junger Mörder weint des Nachts bitterlich in seine Kissen. Unheimlich? Ja, aber auch wunderbar unterhaltsam. Und ein bisschen süchtig machend. Ist die eine Erzählung zu Ende, lechzt man nach der nächsten. … “Gottes kalte Gabe” … Ein trefflicher Titel für einen Reigen mystischer, düsterer und melancholischer, immer hochliterarischer Geschichten. Karin Reddemann … entwickelt mit einem ausgefeilten Sprachgefühl kleine mysteriöse Welten, in denen es sowohl gruselig und unheimlich zugeht als auch ironischwitzig und ein wenig erotisch. Und fast immer raffiniert überraschend.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

… mit so scharfem Blick und so wortmächtig, dass man sich dem Sog kaum entziehen kann. Die von Karin Reddemann sehr geschätzte Elke Heidenreich würde wohl lapidar empfehlen: “Lesen.”
Saarbrücker Zeitung

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*** Gruselgeschichten ***

27
Dez
09

Gruselgeschichte – Nebelmond

Gruselgeschichte – Grusel – Spannung – Gänsehaut

Nebelmond

© Barbara Naziri

Bremsen kreischen. Ein ohrenbetäubender Knall. Glas splittert. Etwas Dunkles wirbelt durch die Luft und bohrt sich in die feuchte Erde. Eine feine Rauchfahne steigt empor. Stille. Nur der Nebelmond wirft einen Blick auf das Geschehen. Sein Schein streift verstreut herumliegende Trümmer. Ein Lichtstrahl fällt auf einen tiefschwarz glänzenden Füllfederhalter, dessen Kappe jäh aufblitzt. Dann gewinnt die Finsternis Raum.

Grau ziehen Nebelschwaden über das Wendland und verdichten sich immer mehr. Nirgendwo ist eine Menschenseele zu sehen. Die Zeit scheint in dieser Nacht stillzustehen. Der Gedanke an Laura bereitet mir Unbehagen. Nie zuvor habe ich sie so zornig erlebt wie heute. Ihre haltlosen Anschuldigungen haben mich tief verletzt.

Die Sicht wird immer schlechter. Mühsam brennen die Nebelscheinwerfer zwei schwache Strahlen in die undurchdringliche Wattewand. Die Landschaft ist nur zu erahnen und gleitet an mir vorüber. Unheimlich wie die Schattenwelt. Es ist mir, als fahre ich durch eine ferne Galaxis. Dabei bin ich nur auf der Heimfahrt. Zurück an die Nordsee. Schemenhaft tauchen Bäume aus dem Nichts auf, schweben wie dunkle Geister an mir vorüber, als wären sie ihrer Wurzeln beraubt, um dann von der Finsternis wieder verschlungen zu werden. Ihre Zweige scheinen wie unzählige Arme nach mir zu greifen. Ich muss mich beherrschen, um das Gaspedal nicht durchzutreten. In mir ist ein Gefühl, als zöge mich jemand in ein bodenloses Loch. Ich schlucke, aber der Kloß in der Kehle will nicht weichen.

Ich umklammere das Lenkrad in meinen Händen. Die Innenflächen werden feucht und die Knöchel treten durch die Anspannung weiß hervor. Ich sehne mich nach Entspannung. Ach, eine kurze Pause täte jetzt gut! Auf einem der abgelegenen Rastplätze, die nicht mal beleuchtet sind? Wer weiß, was dort im Verborgenen auf mich lauert! Ich fühle mich ausgestoßen und wünsche mich zurück in die lebendige Welt, die sich irgendwo hinter diesen wallenden Schleiern verbirgt. Jeder Busch, jeder Stein dort draußen in der zähen Suppe scheint mir allein. Es ist, als halte alles Leben den Atem an. Unwillkürlich muss ich über meine Gedanken lächeln. So viel Schiss vor ein bisschen Nebel! Ich versuche mich zu entspannen, strecke meine Glieder hinter dem Lenkrad so gut es eben geht. Mitternacht ist längst vorüber. Müdigkeit und Kälte kriechen in mir hoch und ich schalte die Heizung höher.

Wie zwei grimmige Augen leuchten jäh die Rücklichter eines Wagens vor mir auf. Abrupt trete ich auf die Bremse. Ein Stau, der sich wie eine rotäugige Schlange durch die wabernde Dunkelheit zieht. Ich sende einen Stoßseufzer zum Himmel. Selten hat sich wohl jemand so über einen Stau gefreut wie ich. Endlich Gesellschaft! Ich schalte die Warnblinklichter an. Schrill dringen Sirenen durch die Nacht und grelles Blaulicht blendet meine müden Augen. Irgendwo da vorne hat es einen Unfall gegeben.

Wie in Zeitlupe wälzt sich die Autokolonne voran. Schritt für Schritt. Am Straßenrand steht ein mächtiger Baum, dessen Stamm stark beschädigt ist. Glassplitter glitzern im kalten Licht der Scheinwerfer. In Fetzen hängt die Rinde an der großen Baumwunde herunter. Auf dem Boden liegt eine verkrümmte Stoßstange. Dann bemerke ich den Wagen. Er ist nach dem Aufprall in den Straßengraben gestürzt. Dort liegt er – wie ein zerbrochenes Spielzeug. Seine Räder sind zum Himmel gerichtet. „Wie ein Maikäfer auf dem Rücken“, schießt es mir durch den Kopf. Die Helfer, die im milchigen Licht mit der Rettung der Opfer beschäftigt sind, wirken gespenstisch. Ich wende mich ab. Mehr kann und will ich nicht erkennen.

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